Nachfolgend einige Erläuterungen zu Taekwondo
Was ist Taekwondo? Taekwondo ist die koreanische Art der waffenlosen Kampfkunst, die zu Selbstverteidigungszwecken im Altertum entwickelt wurde. Die Gliedmaßen werden hierbei durch Schlagen, Stoßen, Treten oder Stechen zu effektiven Waffen. Heute wird Taekwondo überwiegend als reiner Wettkampfsport und wegen seiner vielfältigen Gymnastik als Breitensport betrieben. Der philosophische Aspekt beim Taekwondo, wie z.B. Selbstdisziplin, Überwindung des eigenen Egos und Achtung des Gegners steigern das Selbstbewusstsein und erhöhen die innere Ruhe. Taekwondo dient letztendlich der Verbesserung körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit.
Bedeutung und Sinn des Taekwondo Taekwondo nimmt positiven Einfluss auf das physische und psychische Körpersystem. Alle Organe werden durch den Sport aktiviert und kontinuierlich aufgebaut, Muskeln entwickeln sich, die Beweglichkeit wird gesteigert und das Gehirn stimuliert. Willenskräfte werden durch erhöhte Leistungskraft gesteigert.
Der sportliche Wert des Taekwondo Taekwondo ist eine allumfassende Sportart. Alle Muskeln und Gelenke werden bewegt und aufgebaut. Durch spezielle Gymnastik wird der Körper geschmeidig, ausdauernd und leistungsfähig; die natürlichen menschlichen Lebensfunktionen werden ausgeprägt und bleiben erhalten.
Kinderzeit ist Bewegungszeit Viele Kinder in Deutschland bewegen sich zu wenig. Nach den Ergebnissen der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) treibt etwa jedes vierte Kind im Alter von 3 bis 10 Jahren nicht regelmäßig und jedes achte Kind nie Sport. Gleichzeitig führt eine unausgewogene und fettreiche Ernährung dazu, dass immer mehr Kinder bereits im frühen Alter zu Übergewicht oder sogar Fettsucht neigen. Weitere Untersuchungen zeigen u.a. auch, das jedes 10. Kind heute übergewichtig ist. Viele Kinder fühlen sich auch körperlich nicht wohl – so klagt ein Drittel der Grundschulkinder über Rückenschmerzen, bei den Viertklässlern ist dieser Anteil noch deutlich höher. Bei ihnen liegen auch die dauernden Konzentrationsschwierigkeiten über dem Durchschnitt von zwölf Prozent. Jedes zehnte Kind klagt über dauerhafte Beschwerden wie Übelkeit, Zittern, Schweißausbrüche oder Schlaflosigkeit. Für Kinder und Jugendliche bieten Taekwondo die idealen Möglichkeiten, die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zu entwickeln. Dabei werden Teamgeist und Toleranz groß geschrieben. Kinder und Jugendliche lernen, sich in eine Gruppe einzufügen und Rücksicht auf andere zu nehmen. Die koordinativ anspruchsvollen Bewegungsabläufe in den Übungen fördern Kreativität, Aggressionsabbau und Konzentrationsfähigkeit. In unserem Verein haben wir gerade auch im Umgang mit Kindern und Jugendlichen große Erfahrungen. Das zeigt die erfolgreiche Arbeit unserer Trainerinnen und Trainer, die teilweise auf eine über 20jährige Trainererfahrung zurückblicken können. Schon Kinder mit 4 Jahren lernen bei uns spielerisch und ohne Zwang Grundbewegungsabläufe und Verhaltensregeln, die zu beherrschen nicht nur im Taekwondo wichtig sind. Im spielerischen Wettstreit lernen sie auch, sich zu behaupten - und das schafft Selbstvertrauen. Vor allem macht Taekwondo den Kindern aber eines: Sehr viel Spaß!
Sport verbessert die schulischen Leistungen Aus einer Studie der University of Georgia (USA), geht hervor das Sport auch die schulischen Leistungen verbessert. (Bericht in der Allgemeinen Zeitung vom 13.07.2011 zum Lesen bitte hier klicken)
Charakter stärkender Einfluss des Taekwondo Der Kampfgeist, der durch Taekwondo entwickelt wird, erhöht das Selbstbewusstsein. Das Wissen um die eigenen Fähigkeiten lässt den Menschen viele Situationen ruhiger betrachten, die Achtung des Partners bzw. des Gegners wächst. Der Charakter wird zu einem stark in sich gefestigten Geist geformt, der jeder Lebenssituation gewachsen ist.
Der wissenschaftliche Aspekt des Taekwondo Taekwondo ist keine Geheimkunst. Im Taekwondo unterliegt jede Art der Bewegung physikalischen Gesetzen und der Mechanik. Wichtig für eine effektive Taekwondo-Technik ist nicht die Kraft eines Menschen, sondern die Bewegungsenergie, die durch das Beschleunigen von Körper, Händen, Füßen, Beinen oder Armen entsteht. Indem man die Auftrefffläche klein hält, erreicht man eine Konzentration der Energie auf einen möglichst kleinen Punkt, wodurch das Zerschlagen von Brettern oder Steinen möglich wird. Der Körper wird hierbei durch die richtige Atemtechnik noch unterstützt. Die Luft wird beim Auftreffen der Technik in einem Kampfschrei aus dem Körper gepresst, der innere Widerstand wird verringert und der Körper wird flexibel.
Der Ursprung des Taekwondo Die Geschichte des Taekwondo kann man bis ins Jahr 37 v. Chr. zurückverfolgen. Wandgemälde in Grabkammern aus dieser Zeit zeigen kampfbereite und kämpfende Männer. Die hier dargestellten Kampfkünste wie z.B. Taekyon und Soobak wurden aus dem menschlichen Selbsterhaltungstrieb entwickelt. Eine besondere Förderung erfuhren die Kampfkünste in Silla-Reich (57. v. Chr bis 918 n. Chr.) durch die Jugendorganisation Hwarang-Do. In den folgenden Dynastien erlebte Taekwondo Höhen und Tiefen. Erst in unserem Jahrhundert wurde Taekwondo organisiert und zu einer modernen Kampfkunst geformt.
Kämpfen ja, Gewalt nein ... Über die Rolle die Regeln und Fairness im Umgang mit dem Gegner spielen. Die Deutsche Taekwondo Union unterstützt alle wirksamen Maßnahmen, die zur Immunisierung unserer Gesellschaft gegen Intoleranz, Gewaltbereitschaft und Kriminalität beitragen. Wir kämpfen für die Achtung der demokratischen Grundregeln – für eine gewaltfreie Gesellschaft. - Walter Schwarz, Präsident der Deutschen Taekwondo Union - (aus „Sport tut Deutschland gut.“ – Deutscher Sportbund + Landessportbund Rheinland-Pfalz – Ausgabe Nr. 1 / 02) |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 13:09 Uhr |
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